Tempelhof: Albrechtstr. 101A, 12103 Berlin. Tel.: 030 / 75799333
Prenzlauer Berg: Greifswalder Str. 137, 10407 Berlin. Tel.: 030 / 42806598

E-Mail : info@city-kardiologie.de

Herz - MRT

Während der Herz-Ultraschall eine sofort in der Praxis verfügbare Bildgebungsmethode ist, die eine gute Beurteilung der Anatomie und Funktion der Herzhöhlen und Herzklappen ermöglicht, erweitert die Magnetresonanztomographie (kardio-MRT) des Herzens und der angrenzenden Blutgefäße das diagnostische Spektrum erheblich. Durch den deutlich verbesserten Kontrast zwischen Blut und Herzwänden ist die MRT-Bildgebung aktuell die genaueste Methode zur Bestimmung der Herzgröße und der Pumpkraft des Herzens. So kann ein Abfall der Pumpleistung und eine zunehmende Erweiterung der Herzhöhlen frühzeitig erkannt werden und entsprechende Behandlungskonsequenzen eingeleitet werden.

Echobilder beruhen auf den akustischen Reflexionseigenschaften der untersuchten Gewebe. Diese ändern sich vor allem an den Gewebeübergangen (z. B. Blut – Herzwand), sodass besonders die Organkonturen akzentuiert dargestellt werden. Die MRT-Bildgebung hingegen nutzt die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften des Gewebes, sodass Einblicke in die Gewebetextur des Herzmuskels selbst möglich werden. So kann z.B. zweifelsfrei beantwortet werden, ob Ihr Herz bereits narbige Veränderungen zeigt und ob diese Folge einer durchgemachten Herzmuskelentzündung (Bild 1) oder eines erlittenen Herzinfarktes (Bild 2) sind. Auch eine akut vorliegende Herzschädigung kann anhand regional erhöhter Wassereinlagerung in die Herzwände nachgewiesen werden.

Bild 1: Narbige Veränderungen (hell, dicke Pfeile) bei Herzmuskelentzündung
Bild 2: Herzinfarktnarbe (hell, dicke Pfeile) mit Blutgerinnsel in der Herzspitze (dunkel, schmale Pfeile)
Bild 3: ausgedehnte Durchblutungsstörung (dunkel, dicke Pfeile) in der Herzhinterwand

Die häufigste Indikation für ein Herz-MRT ist jedoch die Frage nach einer Durchblutungsstörung am Herzen (Bild 3). Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für eine Verengung der Herzkranzgefäße besteht oder durch eine Herzkatheteruntersuchung bereits eine koronare Herzkrankheit (KHK) diagnostiziert wurde, kann durch ein Stress-MRT (mit medikamentöser Belastung) mit höchster diagnostischer Genauigkeit eine aktuelle Mangeldurchblutung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Die MRT Untersuchung wird von Herrn Utz bei einem Kooperationspartner persönlich durchgeführt und befundet. Herr Utz verfügt über langjährige klinische kardio-MRT Erfahrung und hat dabei viele tausend Untersuchungen geleitet und ausgewertet. Darüber hinaus hat er als Physiker und Mediziner zu unterschiedlichen Aspekten des Herz-MRTs geforscht und publiziert (Publikationsliste), dies zuletzt als lokaler Verantwortlicher der internationalen MR INFORM Studie, die den überragenden Stellenwert des Herz-MRTs in der Behandlung von KHK Patienten nachweisen konnte. Eine Strahlenbelastung tritt bei der Untersuchung nicht auf, allerdings besteht wegen des hohen Magnetfeldes eine Kontraindikation z.B. für Schrittmacherpatienten. Ob Kontraindikationen bei Ihnen bestehen, wird bei der eingehenden Aufklärung vor der Untersuchung detailliert besprochen. Die kardio-MRT ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie steht somit aktuell nur Selbstzahlern und privat Versicherten zur Verfügung und orientiert sich an der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).